Die Kompositionen Dietrich Schnabels umfassen ein breites Spektrum mehrstimmiger Musik für Blockflöten, vom Quartett bis zum großen symphonischen Orchester. Ein wesentlicher Gedanke ist dabei, die „blockflötenlose Zeit“ der Klassik und Romantik in eine heutige Musiksprache zu integrieren, die blockflötenidiomatisch bleibt, und damit die Lücke zwischen Barock und dem 20. Jahrhundert zu schließen. Dabei geht es an keiner Stelle um Stilkopie oder Eklektizismus, sondern darum, die gesamte musikalische Entwicklung der letzten Jahrhunderte – und nicht nur Teile daraus – als Fundament für eine heutige Blockflötenmusik zu verwenden. Etliche Werke Dietrich Schnabels basieren daher auf klassisch-romantischen Traditionen, z. B. in Harmonik und Besetzung; diese Traditionen verbindet Dietrich Schnabel mit blockflötentypischen Elementen aus Renaissance, Barock und aktueller Musik, z. B. in Melodik und Klang. Auf diese Weise gelingt Dietrich Schnabel in seinen Kompositionen ein neues und variables Klangbild, mit dem die mehrstimmige Blockflötenmusik im 21. Jahrhundert als eigenständige musikalische Form bestehen kann.
Ein Höhepunkt dieser Entwicklung ist Dietrich Schnabels 2006/2007 komponierte Symphonie Nr. 1 d-moll für 14-stimmiges Blockflötenorchester, die in der klassisch-romantischen Tradition einer viersätzigen Symphonie mit ca. 35 Minuten Dauer angelegt ist. Die Symphonie wurde im Oktober 2008 in Edinburgh uraufgeführt und erschien Ende 2008 in der „May Hill Edition“ von Steve and Ann Marshall (Gloucestershire). Auch andere von Dietrich Schnabel bislang vorgelegte Kompositionen, darunter z. B. „Playford-Rhapsodie“, „Die Mädels“ oder „7 x 7. Seven Times Seven Times in Seven Parts“, wurden innerhalb kürzester Zeit international angenommen und gehören schon heute zum gängigen Repertoire für Blockflötenorchester. Zu den neuesten Kompositionen zählen die „Sinfonietta“, die 2007 als Kompositionsauftrag des „Northern Recorder Course 2008“ (Cheshire) für dessen Chamber Recorder Orchestra entstand, das „BEG-Capriccio“, geschrieben 2008 für das 10jährige Jubiläum des BlockflötenEnsemble Garbsen, sowie die Annette Bachmann für ihre Arbeit beim Aufbau des „Württembergischen Blockflötenorchesters“ gewidmeten „Traumgesichte“ (2009).
Besetzung: SATB Besetzung: 14 Stimmen in wechselnder Besetzung (Ss bis Sb) Besetzung: SSAATTBBBGbGbSbSb
Besetzung: SATB Besetzung: SSAATTB(Sb) Besetzung: ATBGb
Besetzung: s’SSAATTBBBGbGbSbSb Besetzung: SsSSAATTBBGbSb Besetzung: ATBGbSb
Besetzung: s’SAATTBBGbSb Besetzung: s’SSAATTBBGbSb Besetzung: SAATTBBGbSb